Schulprogramm

Vorwort

Von  Monika Schmidt (Schulleiterin)

Das vorliegende Schulprogramm der Suitbertusschule wurde gemeinsam von Lehrern und Eltern in den Jahren 1999 - 2000 auf der Grundlage der Richtlinien und Lehrpläne erarbeitet und im März des Jahres 2005 evaluiert. Im Dezember des gleichen Jahres erfolgte eine erneute Überarbeitung durch das Kollegium, mit dem Ziel, das aktuelle pädagogische Profil zu erfassen. Dieses betrifft besonders die Neugestaltung der Eingangsstufe sowie die auf individuelle Förderung angelegte Arbeit der Schule. Das Schulprogramm orientiert sich an den Ergebnissen unserer Entwicklungsarbeit, an den veränderten Lern- und Lebensbedingungen unserer Schülerinnen und Schüler, sowie an den speziellen örtlichen Gegebenheiten. Es stellt das aktuelle Konzept der Suitbertusschule dar, das für alle am Schulleben Beteiligten verbindlich ist.

Unsere Schule geht neue Wege, d.h. wir befinden uns in einer Phase intensiver Weiterentwicklung.

Grundlage ist unsere bisherige Arbeit, die wir immer wieder einer Qualitätsprüfung unterziehen. Regelmäßige Fortbildungen und die Kenntnis neuer Forschungsergebnisse helfen und bestätigen uns in unserer Arbeit. Während wir einerseits an Bewährtem festhalten, stellen wir uns andererseits den nötigen Veränderungen. Evaluation macht nur Sinn, wenn sich aus den Ergebnissen und Erkenntnissen Konsequenzen ergeben. Nicht zuletzt die Unterstützung und die positive Einstellung der Eltern ermutigen uns, unsere begonnene Arbeit weiterzuführen und ein Profil auszubilden, in dessen Zentrum die Förderung des einzelnen Kindes in seiner Ganzheit steht.

Ich möchte an dieser Stelle ganz herzlich allen Kolleginnen und Kollegen, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Offenen Ganztags- und der Über-Mittag-Betreuung, den Eltern und allen am Schulleben Beteiligten für ihre Unterstützung und ihre konstruktive Mitarbeit danken, ohne die eine Weiterentwicklung nicht möglich wäre.

Ratingen, im Mai 2008

1. Einführung

Die Suitbertusschule (KGS Ratingen Süd) ist eine katholische Grundschule im innerstädtischen Bereich. Ihren Namen verdankt sie dem Hl. Suitbertus. Der Sage nach versuchte er, die Ratinger zum christlichen Glauben zu bekehren.
   
Als katholische Grundschule ist die Suitbertusschule eine Angebotsschule.
Wie alle anderen Grundschulen ist sie eine staatliche Schule, die ihr Schulleben und die Bildungsarbeit nach den Richtlinien, Erlassen und Lehrplänen des Ministeriums für Schule und Weiterbildung gestaltet.

Zurzeit ist die Suitbertusschule zweizügig und wird von ca. 180 Schülerinnen und Schülern besucht.
Das Kollegium wird von einer Sozialpädagogin, einem Sonderschulpädagogen, einer Lehramtsanwärterin und einem Pater des Suitbertus-Klosters in ihrer pädagogischen Arbeit unterstützt.

Im Schulangebot integriert sind der Offene Ganztag bis maximal 17.00 Uhr und die Über-Mittag-Betreuung bis maximal 14.00 Uhr.

Griechische Schüler/innen aus ganz Ratingen und Düsseldorf besuchen am Nachmittag die Schule zum muttersprachlichen Unterricht.

Die Suitbertusschule blickt auf eine fast 50-jährige Tradition zurück. Sie ist für die Kinder nicht nur Unterrichtsstätte, sondern zugleich Lebens-, Lern- und Erfahrungsraum. Eine freie und vertrauensvolle Atmosphäre bildet die Grundlage zur Verwirklichung des schulischen Erziehungsauftrages. Die neu gestalteten Klassenräume mit ihren Verbindungen zur Nachbarklasse, ihren Lerninseln und Materialangeboten unterstützen wirkungsvoll die vielfältigen schulischen Aufgaben.

Das weitläufige Außengelände mit seiner großzügigen Grünfläche und den vielfältigen Spiel- und Sportmöglichkeiten bietet den Kindern genügend Freiraum zur aktiven bzw. entspannenden Pausengestaltung.  

Die pädagogischen Zielsetzungen der Schule werden durch die engagierte Mitarbeit der Eltern mitgetragen und gefördert.

Die vielfältigen AG-Angebote im musischen, kreativen und sportlichen Bereich, werden von den Kindern gerne angenommen.

Ebenso die von Eltern initiierte und geführte Schulbibliothek, mit festgelegten wöchentlichen Ausleihzeiten.

Auch der aktive Förderverein leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der schuleigenen Ziele.

2. Leitbild und übergeordnete Zielsetzung

Als katholische Grundschule ist uns die Unterrichtung im christlichen Glauben eine wichtige pädagogische Grundorientierung. Christliche Werthaltungen prägen die gesamte schulische Erziehungsarbeit.

Werte wie Mitmenschlichkeit, Hilfsbereitschaft, Verständnis und Fairness sind tragende Elemente unseres Schulalltages. Kirchliche Fest- und Feiertage begehen wir traditionell gemeinsam mit den Kindern, da sie fester Bestandteil unseres Schullebens sind.

Christliche Grundhaltung heißt auch, Schülern unter den Bedingungen der heutigen Zeit eine Wertorientierung zu vermitteln. Dazu gehört, die Kinder zur Verantwortung sich selbst, aber auch anderen gegenüber zu erziehen, damit sie später ihren Beitrag für die Gesellschaft leisten können.

Die Kinder an unserer Schule sollen sich wohl fühlen, Freunde finden und in der schulischen Gemeinschaft positive Erfahrungen sammeln. Dies bedeutet auch, dass Fehler verzeihlich sind und in einer angstfreien Atmosphäre gelernt wird.

Eine gewachsene und weiter wachsende Lernumgebung mit vielfältigem Aufforderungscharakter unterstützt diesen Prozess. Gemeinsame Feiern, Projekte, Klassenfahrten, Arbeitsgemeinschaften und andere Aktivitäten  erlauben ebenso positive Erfahrungen.

Auf dieser Basis lassen sich sowohl Lern- und Leistungsbereitschaft, Kreativität, Kommunikations- und Teamfähigkeit als auch Arbeitstechniken und Lernstrategien erfolgreich vermitteln und einüben.

Dem Kollegium sowie allen am Schulleben Beteiligten ist es eine Selbstverständlichkeit, die Kinder in ihrer Persönlichkeit anzunehmen und in ihrer Individualität bestmöglich zu fördern.

Zur Stärkung der sozialen Kompetenz der Schüler/innen untereinander wurde über Jahre hinweg ein Streitschlichterprogramm entwickelt.

Das psychische und physische Wohl des Kindes steht im Mittelpunkt des schuleigenen Programms "Gesunde Schule". Dieses Programm umfasst u.a. Unterrichtsreihen zur gesunden Ernährung und Bewegungsförderung. Unterstützende Maßnahmen zur Konzentrations- und Wahrnehmungsentwicklung aber auch zur emotionalen Ausgeglichenheit werden regelmäßig für einzelne Schüler oder einzelne Gruppen angeboten.

Die Förderung des einzelnen Kindes in seiner Ganzheit ist der Leitgedanke der Katholischen Suitbertusschule. In diesem Sinne wird sich die Schule auch in den kommenden Jahren weiterentwickeln. Fortschritt heißt für unsere Schule, neueste Forschungsergebnisse zu kennen, im Schulalltag zu überprüfen und zum Wohle des Kindes einzusetzen.

3. Bericht über die schulinterne Entwicklungsarbeit

Bis zum Schuljahresende 2002/2003 gab es an unserer Schule einen Schulkindergarten, der von einer Sozialpädagogin geleitet wurde. Diese Gruppe bestand aus Kindern, die zwar schulpflichtig, aber noch nicht schulfähig waren. Im Schulkindergartenjahr erhielten diese Kinder eine gezielte separate Förderung ihrer basalen Fähigkeiten, so dass sie nach diesem Jahr die Möglichkeit hatten, erfolgreich im Unterricht der ersten Klasse mitzuarbeiten. In der Praxis zeigte sich allerdings, dass die Kinder zu unterschiedlichen Zeitpunkten schulfähig wurden oder nur in Teilbereichen der speziellen Förderung bedurften. Um den Förderungszeitraum flexibel gestalten und die Kinder individueller fördern zu können, beschlossen wir, den Schul-kindergarten in seiner bisherigen Form aufzulösen und in die erste Klasse zu integrieren.

Ab dem Schuljahr 2003/2004 nahmen die Schulkindergartenkinder am Unterricht der ersten Klasse teil, erhielten aber durch die Sozialpädagogin weiterhin die geziel-te notwendige Förderung. Einerseits fand die Förderung in Kleingruppen statt, ande-rerseits im Klassenverband durch differenzierte Hilfestellung durch die Klassenlehrerin und die Sozialpädagogin. Unterstützt wurde sie durch das Von- und Miteinanderlernen der Schulkindergartenkinder und Erstklässler sowohl in sozialen als auch in fachlichen Bereichen. Da diese große positive Beeinflussung der Kinder untereinander eine solche Bereicherung für den Unterricht und für die individuelle Förderung der Kinder darstellte, wurden unsere Gedanken bezüglich des jahrgangsübergreifenden Unterrichts bestärkt.

Seit dem Schuljahr 2005/2006 gibt es an unserer Schule nun eine jahrgangsübergreifende Eingangsstufe. In vier Lerngruppen 1/2 arbeiten und lernen die Kinder gemeinsam. Durch offene Aufgabenstellungen und Lernschwerpunkte hat jedes Kind die Möglichkeit, sich seinem Leistungsstand entsprechend am Unterrichtsge-schehen zu beteiligen und seine Kompetenzen zu erweitern bzw. zu festigen. Auf diese Weise können die Kinder auf ihrem eigenen Lernweg, in ihrem eigenen Lerntempo und mit der ihnen eigenen Lernstrategie an ihrem optimalen Lern- und Leistungsvermögen auch tatsächlich arbeiten.
Lernschwächere Kinder haben die Möglichkeit, ohne Klassenlehrerwechsel und mit der Hälfte der bekannten Lerngruppe ein zusätzliches Jahr in der Eingangsstufe zu verweilen. Lernstärkere Kinder könnten die Eingangsstufe in nur einem Jahr durchlaufen und dann mit der Hälfte der bekannten Lerngruppe ohne Überspringen ins dritte Schuljahr wechseln.

An der Gestaltung eines nahtlosen Übergangs in die jahrgangsgebundene 3. Klasse wird weiter gearbeitet, indem die bisherigen Erfahrungen evaluiert werden. Dazu werden auch die Rückmeldungen von Eltern und Kindern mit einbezogen.

Für das kommende Schuljahr steht das katholische Schulprofil im Mittelpunkt der schulinternen Entwicklungsarbeit.
Das katholische Schulprofil umfasst folgende Bereiche:

  • das christliche Gottesbild als Grundlage des Schulprogramms
  • Differenzierung und individuelle Förderung
  • fächerübergreifendes Spiralcurriculum
  • Leistungsbeurteilung



Ein weiterer Schwerpunkt wird die enge Vernetzung zwischen Schulvormittag und der offenen Ganztagsbetreuung werden. Die Themen "Sprachförderung" und "Sozialkompetenzen" werden hier tragende Elemente sein.

Die Arbeitsergebnisse werden jeweils aktuell im schulinternen Anhang veröffentlicht.

4. Förderung im Lernstudio

Was ist ein Lernstudio?
Hinter dem Begriff "Lernstudio" verbergen sich Fördermaßnahmen außerhalb des Klassenverbandes. Kinder mit Förderbedarf werden in einzelnen Unterrichtsstunden aus ihren Klassen herausgezogen und von der Sozialpädagogin in Klein- bzw. Kleinstgruppen speziell gefördert.

Pädagogische Ziele
Im Rahmen eines Lernstudios ist die Förderung einzelner Kinder darauf ausgelegt, vorhandene Defizite auszugleichen, damit sie im Klassenverband eigenständig mitlernen können.
Sozialpädagogische Arbeit, ob sie im Teamteaching erfolgt oder im Rahmen des Lernstudios, muss immer (in den Klassen 1-4) als Basisarbeit verstanden werden. Sie darf keine Förderarbeit im Sinne einer Wiederholung des Unterrichtsstoffes sein. Der Lernprozess muss regelmäßig durch Beobachtung und Diagnostik begleitet werden.

  • Wo steht das Kind?
  • Bis wohin hat es die Unterrichtsinhalte verstanden?
  • Wie kann ich ihm den nächsten Schritt entsprechend seiner Verarbeitungs-strategie am besten vermitteln?


Es macht z. B. wenig Sinn, einem Schüler die 10er Überschreitung zum wiederholten Male zu erklären, wenn sein Zahlenverständnis im 10er Raum noch nicht verinnerlicht ist. Vorherrschen sollten hierbei immer die Prinzipien Entwicklungsnähe, Handlungs- und Wahrnehmungsorientierung sowie Ganzheitlichkeit.

Inhalte
Bei Schuleintritt bis zu den Herbstferien arbeitet die Sozialpädagogin im Team in den ersten Klassen mit. Sie geht im Teamteaching unterstützend auf die jeweilige Klassenlehrerin ein und übernimmt Teilbereiche des Unterrichts wie z. B. Fingerspiele, Bewegungsspiele Wahrnehmungsübungen, Brain-Gym oder Einführungen von Freiarbeitsmaterialien. Nach Bedarf wiederholt sie für einzelne Schüler die Arbeitsanweisungen oder Einführungen noch handlungs- und sinnesorientierter. Die Sozialpädagogin verändert Aufträge den Fähigkeiten einzelner Kinder entsprechend, achtet verstärkt auf eine richtige Sitz- und Arbeitshaltung und hilft Kindern sich besser zu organisieren. Nach Bedarf kann auch bereits in dieser Phase eine spontane Einzel- oder Kleingruppenförderung im Lernstudio erfolgen, die sich am individuellen Lern- und Entwicklungsstand des einzelnen Kindes orientiert.
Nach einer Beobachtungsphase (individuelle Notationen) von 6-8 Wochen erstellt die Sozialpädagogin in Absprache mit der Klassenlehrerin individuelle Förderpläne für Kinder mit Auffälligkeiten in verschiedenen Bereichen. In Einzelfällen wird vorher noch eine genaue Diagnostik durchgeführt. In gemeinsamer Absprache wird dann beraten, in wie vielen Stunden das Kind im Rahmen des Lernstudios gefördert werden soll. Anschließend werden die Eltern über den Entwicklungsstand ihres Kindes informiert und entsprechend beraten und um ihr Einverständnis zu den geplanten Fördermaßnahmen im Rahmen des Lernstudios und den sich dadurch ändernden Stundenplan gebeten.
Der innerschulische Förderort und die Fördermaßnahmen werden während des ganzen Schuljahres immer wieder überdacht und bei Bedarf verändert, wobei auch jeweils die Eltern informiert werden.
Die Kinder werden in folgenden Bereichen in Klein- bzw. Kleinstgruppen gefördert:

  • Phonologische Bewusstheit
  • Feinmotorik
  • Wahrnehmung
  • Konzentration
  • Körperorientierte Bewegung und Psychomotorik
  • Sozialverhalten.


Teamarbeit oder Förderstunden im Lernstudio
Nach den Herbstferien werden die Unterrichtsstunden der Sozialpädagogin nach Bedarf auf die einzelnen Klassen verteilt. Die Förderung kann in Teamteaching- Stunden oder in Förderstunden im Lernstudio erfolgen.
Vom individuellen Lern- und Entwicklungsstand des Kindes ausgehend, liegt der Schwerpunkt der Förderung zu Beginn in den basalen Bereichen Motorik und Wahr-nehmung. Entsprechend dem Fortschritt des Kindes richtet sich die Förderung im Verlauf des Schuljahres dann vermehrt an den Unterrichtsinhalten aus.
Im zweiten Schulhalbjahr geschieht die Förderplanung und durchführung nach Evaluation der durchgeführten Fördermaßnahmen.
Die Förderung der Zweitklässler wird entsprechend ihrem Entwicklungs- und Lernstand kontinuierlich fortgeführt.
Die Sozialpädagogin dokumentiert täglich die durchgeführten Fördermaßnahmen (Tagebuchform) und macht sich Notizen zum jeweiligen Erfolg oder Misserfolg des Schülers.

Beispiele für Diagnose- und Förderpläne, sowie die Einverständniserklärung werden im schulinternen Anhang ausgewiesen.

5. Schulinternes Curriculum

Die Richtlinien und Lehrpläne des Landes Nordrhein-Westfalen haben gegenüber der Schule und den dort Tätigen eine Orientierungsfunktion: Sie beschreiben, in welchem Rahmen sich die Lehrkräfte bei der Auswahl der Unterrichtsinhalte zu bewegen haben. Sie räumender einzelnen Schule aber auch einen Gestaltungsfreiraum bei der Umsetzung der dort gemachten Vorgaben ein. Dies bietet die Möglichkeit zur Profilbildung der Schulen und gibt Raum für die Schulentwicklung vor Ort.

Die Aufgabe der einzelnen Schule besteht darin, einen schuleigenen Lehr- und Lernplan zu entwickeln.
Dieser beinhaltet bei uns die Grundsätze zur Diagnose, zur Förderung, zur Unterrichtsgestaltung und zur Leistungsbeurteilung. Diese Grundsätze werden regelmäßig evaluiert und sind für alle Lehrkräfte bindend.

Zum 01.08.2008 sollen die neuen Richtlinien und Lehrpläne des Landes NRW in Kraft treten. Diese wurden in den letzten Jahren erprobt und überarbeitet.
Seit Beginn dieses Jahres liegen die Entwürfe der endgültigen Fassung zu den einzelnen Fächern vor, die bei der regelmäßigen Aktualisierung unserer schuleigenen Lehrpläne berücksichtigt werden.

Die aktuellste Form des schuleigenen Lehr- und Lernplans (Curriculum) ist jeweils im schulinternen Anhang des Schulprogramms ausgewiesen.

6. Unterricht

Unterrichtsbeginn
Der Unterricht beginnt für alle Klassen um 8.05 Uhr. Die Kinder werden von ihren Lehrerinnen um 8.00 Uhr auf dem Schulhof abgeholt.
In der Eingangsstufe starten die Kinder morgens mit einer offenen Lernphase. In dieser Phase entscheiden Kinder selbst, wie sie ihren Lerntag beginnen. Sie wählen entsprechend:

  • mit wem sie arbeiten wollen (Einzel-, Partner- oder Gruppenarbeit)
  • wo sie arbeiten wollen (z. B. am Tisch, auf dem Teppich, in der Leseecke …)
  • was sie arbeiten wollen (Deutsch, Mathematik, Sachunterricht …)



Unterrichtsformen, Methoden, Lehrerrolle
Der Unterricht ist der Kern der schulischen Arbeit. Er dient dem Aufbau einer Wissensbasis, der Entwicklung grundlegender Kompetenzen und der Anbahnung von Schlüsselqualifikationen. Unsere Schule eröffnet zugleich Erfahrungsräume, in denen kognitives Lernen mit praktischem, musischem, gestalterischem, sportlichem, religiösem und sozialem Lernen verknüpft ist.

Ziel unseres Unterrichts ist nicht die Gleichheit, die Homogenität einer Klasse, sondern die bestmögliche Förderung eines jeden Kindes. Als Konsequenz stehen für uns individuelle Lernwege und Lernhilfen statt genormter Anforderungen in genormter Lernzeit im Vordergrund. Wir wollen unseren Kindern Mut zum Lernen machen, ihnen helfen, Selbstvertrauen und Zuversicht zu erlangen.
Erfolgreicher Unterricht vermeidet in Bezug auf die Unterrichtsformen jede Einseitigkeit. Das lehrerangeleitete und das selbstgesteuerte Lernen sind gleichermaßen wichtige und notwendige Arbeitsweisen im Unterricht.

Unser Unterrichtskonzept, das den Kindern das Lernen mit Kopf, Herz und Hand ermöglicht, verträgt sich nicht mit einer "Stilllegung des Körpers": still sitzen, zuhören, warten, bis man an der Reihe ist. Kinder "leben" in ihrem Raum und sollen sich wohl fühlen. Das Kind ist das Subjekt des Lernens und die Lehrerin dominiert nicht unablässig das Unterrichtsgeschehen. So müssen Tische und Stühle auch nicht mehr alle nach vorn ausgerichtet sein. In unseren Klassenräumen findet man Gruppen- und Einzelplätze, frei zugängliches Arbeitsmaterial, Wände und Tische als Ausstellungsfläche für Angebote zu aktuellen Themen und Interessen.
Den Kindern unserer Schule stehen vielfältige differenzierende Arbeitsmittel zur Verfügung, mit denen sie ihr Wissen und ihre Fertigkeiten selbständig ausbauen können. In allen Klassen findet man eine vorbereitete, klar strukturierte Umgebung, die planmäßig aufgebaut ist, sowie Computer, die besonders offene Arbeitsformen hervorragend unterstützen. Ein Medienkonzept für unsere Schule ist im schulinternen Anhang aufgeführt. 

Kinder haben auch ein individuelles Bedürfnis an Bewegung. Unsere Klassenräume, in denen sich die Kinder wohl fühlen, geben ihnen ausreichend Spielraum für individuelles Tun. Zusätzlich gibt es in der Eingangsstufe tägliche gemeinsame Bewegungszeiten zur ganzheitlichen Förderung der Kinder.

Für die Strukturierung unseres Schultages werden verschiedene Elemente genutzt:

  • Freiarbeit
  • Wochenpläne
  • gemeinsame Themen und Projekte
  • Werkstattarbeit
  • Lernen an Stationen



Es gibt beim offenen Lernen häufig Situationen, in denen Kinder Hilfe benötigen. Hier müssen sie lernen, wie man sich bei anderen Kindern Hilfe holt und vor allem wie man hilft. Um sinnvoll helfen zu können, müssen Kinder lernen Tipps zu geben, damit der Fragende an der Stelle, an der er steht, weiterdenken oder weiterarbeiten und seine Lösungen selbst finden kann. Auch hier wird wieder deutlich, dass in jahrgangsgemischten Gruppen der Fragende die Hilfe nicht als Diskriminierung in der Konkurrenz Altersgleicher erfahren muss, sondern als etwas Selbstverständliches: Der Größere ist ja schon weiter und kann manches daher schon besser.

In unserem Unterrichtskonzept sind Lehrer und Lehrerinnen Vorbilder und Lernbegleiter ihrer Schüler und Schülerinnen. Sie führen die Kinder zu selbständigem Lernen. Dazu gestalten sie den Unterricht, leiten Lernprozesse an und fördern sie, vermitteln Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnisse, bahnen Einstellungen und Haltungen an, beraten und beurteilen, organisieren, planen und werten ihre Arbeit mit den Kindern aus. 
Eine der wichtigsten Aufgaben des Lehrers ist die Schülerbeobachtung. Auffälligkeiten und/oder Besonderheiten bei einzelnen oder mehreren Kindern hinsichtlich Selbständigkeit, Arbeitstempo, Sicherheit, Ausdauer und Konzentration werden in kurzen Notizen festgehalten.

Offener Unterricht und offene Türen
Während der Unterrichtszeit stehen zumeist alle Türen offen, um die "strenge Abtrennung" des Klassenraums aufzuheben. Vor allem in offenen Unterrichtsphasen werden unsere Flure als Lernraum mit einbezogen. Zwischen den Räumen der Eingangsstufe befinden sich zudem Zwischentüren, die immer zwei Klassen miteinander verbinden. Die strenge Trennung von "mein Klassenraum" und "meine Lehrerin" gibt es bei uns nicht mehr. Wir streben vielmehr ein gemeinschaftliches Miteinander an.

Unsere Klassenräume
Im Klassenraum verbringen die Kinder täglich viel Zeit, deshalb ist es uns sehr wichtig, dass sich hier alle wohlfühlen. Lehrerinnen und Kinder gestalten daher die Klassenräume gemeinsam, so dass sie auch äußerlich ansprechend sind. Um dies auch beizubehalten,  gehört es zu den Aufgaben der Kinder, den Klassenraum sauber zu halten, im Klassenraum Hausschuhe zu tragen und sich an der Pflege der Blumen und der Dekoration zu beteiligen.

Förderkonzept
Ziel unseres Förderkonzeptes ist die bestmögliche Förderung eines jeden einzelnen Kindes. Durch differenzierenden Unterricht wird jedes Kind dort abgeholt, wo es steht und hat die Möglichkeit, in seinem eigenen, ihm möglichen Lerntempo zu lernen.
Dies schließt individuelle Hilfen für Kinder mit Lernrückständen oder besonderen Problemen beim Lernen ebenso ein wie die Förderung von besonderen Begabungen und Neigungen.

Unser Konzept umfasst die Lernstandsdiagnostik von der Schulanmeldung bis zur Entlassung der Kinder.
Auf dieser Grundlage basieren die Förderschwerpunkte und Inhalte.
Das Förderkonzept ist im schulinternen Anhang aufgeführt.

Ausbildung von Lehramtsanwärter/innen
Schule ist zum einen als "Haus des Lernens" und zum anderen aber auch als "lernendes" System zu sehen. Lernen bedeutet für uns

  • das Lernen der Kinder
  • das eigene Lernen der Lehrerin und des Lehrers
  • die Weiterentwicklung der Lernumgebung (Schule als "lernendes" System).
  • Die Ausbildung junger Kolleginnen und Kollegen ist an unserer Schule selbstverständlich und hat schon lange Tradition.
  • Es ist uns wichtig, unsere Idee von Schule und Teamarbeit an junge Menschen weiterzugeben und die Seminarausbildung durch qualifizierte unterrichtspraktische Ausbildung zu unterstützen.
  • Wir selbst wollen flexibel und offen bleiben, indem wir uns auf die innovativen Ideen der Lehramtsanwärterinnen/Lehramtsanwärter einlassen, von ihnen neue fachliche und pädagogische Impulse erhalten und sie anschließend bei der unterrichtspraktischen Realisierung neuer Ideen unterstützen.

7. Schulanfang

Durch die Neugestaltung der Schuleingangsphase ist die Verzahnung von vorschulischer und schulischer Bildung umso wichtiger geworden. Die Suitbertusschule pflegt mit acht Kindertagesstätten eine enge Zusammenarbeit. Es findet ein regelmäßiges Treffen entweder in der Suitbertusschule oder in einer der Einrichtungen statt. Anwesend sind die Kindergartenleiterinnen oder deren Stellvertreter, die Schulleiterin, eine Lehrerin und die Sozialpädagogin. Bei diesen Treffen wurden bisher beispielsweise folgende Themen betrachtet:

  • Welche Anforderungen werden an ein Kind beim Eintritt in die Suitbertusschule gestellt?
  • Wie ist das Förderkonzept an der Suitbertusschule? (Hospitation der Erzieherinnen im Unterricht)
  • Wie ist das Förderkonzept des Kindergartens in den jeweiligen Einrichtungen?
  • Vorstellung des Sprachspiels "Rundgang durch Hörhausen" von der Sozialpädagogin.

Diese gemeinsamen Treffen werden u.a. auch dazu genutzt, um den eigenen Bildungs- und Erziehungsauftrag zur Diskussion zu stellen und Förderkonzepte konkret aufeinander abzustimmen. Neben der Motorik und der Wahrnehmungsfähigkeit sollen auch die personalen und sozialen Kompetenzen sowie die sprachliche Kommunikationsfähigkeit und die Entwicklung des Zahlbegriffs bereits in der Kita so gefördert werden, dass die Kinder sich von Anfang an am Unterricht beteiligen können.
Die bereits in der Kita erstellten Schulfähigkeitsprofile werden in der Grundschule genutzt, um Förderpläne zu erstellen und Kinder durch entsprechende Angebote zielorientiert zu fördern, sofern diese von den Eltern zur Verfügung gestellt werden. Die enge Zusammenarbeit ermöglicht es, die bisherige Lernentwicklung der Kinder kennen zu lernen, lernfördernde und lernhemmende Bedingungen im Leben der Kinder einschätzen zu können und gegebenenfalls die Zeit bis zum Schulbeginn für Interventions- und Fördermaßnahmen zu nutzen.
Die Suitbertusschule lädt gemeinsam mit den Leiterinnen und Leitern der Kindertagesstätten Eltern ein, deren Kinder in zwei Jahren eingeschult werden, um die Sprachstandsüberprüfung "Delfin" zu erörtern und über vorschulische Fördermaßnahmen zu informieren.
Nach der Schuleingangsdiagnostik (Gespräch bei der Anmeldung und Vorschultag) dürfen mit Einwilligung der Eltern Informationen über Entwicklungsstand, Fähigkeiten und Fertigkeiten des Kindes mit den Erzieherinnen besprochen werden. Die Kindertagesstätten sind unverzichtbarer Partner im beginnenden Kontakt von Eltern und Grundschule.

Tag der offenen Tür
Am "Tag der offenen Tür" (September/Oktober) sind alle zukünftigen Erstklässler eingeladen, mit ihren Eltern am Unterricht einer jahrgangsgemischten Lerngruppe 1/2 teilzunehmen. Gleichzeitig werden das Schulhaus, der "Offene Ganztag" die "Über-Mittag-Betreuung" und der Förderverein der Schule vorgestellt. Damit auch berufstätige Eltern Gelegenheit haben dabei zu sein, laden wir zu dieser Veranstal-tung an einem Samstag vor der Anmeldung ein.

Informationsabend
In der darauf folgenden Woche werden die Eltern der Schulneulinge von der Schulleitung zu einem Informationsabend eingeladen. Die Eltern erhalten seitens der Schule Informationen über die wesentlichen Eckpunkte der Schuleingangsphase, das Lernen in jahrgangsgemischten Lerngruppen und die Auswirkungen auf die pädagogische Arbeit an unserer Schule. Kolleginnen der Eingangsstufe geben einen Einblick in das Arbeitsmaterial und die Lernumgebung der Kinder.
Auf Schautafeln im Foyer werden aktuelle Themen zum Schulleben unserer Schule dargestellt.
Den Abschluss dieses Abends bildet eine Fragerunde, bei der auch eine Kollegin der Klassen 3 bzw. 4 schon aufkommende Fragen zum Übergang in die 3. Klasse beantwortet.

Schulanmeldung
Bei der Schulanmeldung im Oktober des Jahres vor der Einschulung werden neben den Anmeldeformalitäten Einzelgespräche mit den Eltern sowie mit dem Kind geführt. Das bietet der Schule eine erste Gelegenheit, unter anderem Eindrücke von den sprachlichen Kompetenzen des Kindes zu gewinnen. Dadurch ergibt sich bei Bedarf auch die Gelegenheit, die Eltern über die bestmögliche Förderung ihres Kindes zu beraten.

  • Zeigt ein Kind Eigeninitiative beim Erzählen oder muss es geleitet werden?
  • Wort-Bild-Zuordnungen
  • Reimwörter
  • Sprache/Sprachstörungen
  • Wortschatz und Ausdrucksfähigkeit
  • Kenntnisse der deutschen Sprache
  • Farben und Formen
  • Simultanes Mengenerfassen, Abzählen einer Menge
  • Ziffernkenntnis
  • Zählfähigkeit
  • Verstehen und Umsetzen von Arbeitsanweisungen
  • Interesse und Motivation
  • Konzentration
  • Unruhe
  • Aufmerksamkeit
  • Ist das Kind noch sehr verspielt?
  • Gesundheitliche Risiken durch Elternabfrage


Lernstandsdiagnostik am "Vorschultag"

In der Vorweihnachtszeit werden alle angemeldeten Kinder zu einem Schulspiel eingeladen, um eventuellen Förderbedarf festzustellen und eine frühzeitige Förderung durch Elternhaus, Kindertagesstätte und andere Förderinstitutionen zu ermöglichen. Eine Lehrerin führt das Spiel mit 6-8 Kindern durch, eine andere Lehrerin beo-bachtet und führt in einem Beobachtungsbogen Protokoll. Auch die Erzieherinnen sind eingeladen, an diesem Vorschultag teilzunehmen. Dadurch besteht die Mög-lichkeit der vorschulischen Zusammenarbeit zwischen Kita, Eltern und Schule.
Die Kinder werden durch das Bilderbuch "Der kleine Weihnachtsmann" positiv angesprochen und zum Handeln motiviert. In einer Nikolausgeschichte eingebettet bekommen die Kinder Aufgaben gestellt, die den Beobachtern Informationen geben zu folgenden Bereichen: 

  • visuelle und akustische Wahrnehmung
  • Feinmotorik und Grobmotorik
  • Kognition
  • logische Reihen
  • Merkfähigkeit und Konzentration
  • Aufmerksamkeit und Aufgabenverständnis
  • Interesse und Motivation
  • Kommunikationsverhalten
  • Sprache, Artikulation
  • sozial-emotionales Verhalten
  • Zählen und simultanes Erfassen von Mengen
  • Mengen der Ziffer zuordnen


Nach Auswertung der Beobachtungen werden dann bei Bedarf von Seiten der Schule Gespräche mit den Eltern und, falls von den Eltern genehmigt, der Kindertages-stätte geführt, um eine gezielte Förderung bis zum Schulbeginn in die Wege zu leiten. Kurz vor der Einschulung findet im Bedarfsfall ein weiteres Gespräch mit den Eltern bezüglich der durchgeführten Förderung und deren Ergebnisse statt.

Erster Elternabend
In der letzten Woche vor Beginn der Sommerferien findet der erste Elternabend für die Eltern der Schulneulinge statt. Hier erhalten die Eltern noch einmal genaue Informationen zum Schulbeginn sowie eine Materialliste für das kommende Schuljahr.

Erster Schultag
Der erste Schultag beginnt mit einem Gottesdienst in der Suitbertuskirche, an dem alle Kinder der Suitbertusschule die Schulanfänger mit ihren Familien begrüßen. Die Neulinge lernen ihre Paten aus der Klasse kennen und gehen mit ihnen gemeinsam zur Schule. Dort werden sie von den Kindern der 3. und 4. Klassen empfangen. Anschließend beginnt der erste Unterrichtstag für die Schulanfänger im Klassenraum und für die Eltern mit einem Kaffeetrinken auf dem Schulhof bzw. im Foyer.

8. Ganztag an der Suitbertusschule

Offene Ganztagsschule (OGS)
Seit August 2007 ist der Verein zur Förderung der Über-Mittag-Betreung in Ratingen e.V. zuverlässiger Kooperationspartner der Suitbertusschule für die Offene Ganztagsschule, wie seit 10 Jahren auch schon für die Über-Mittag-Betreuung der Schule. Die gemeinsamen Ziele beziehen sich auf Unterstützung  und Verbesserung der individuellen Entwicklung und der Fähigkeit zur gesellschaftlichen Integration im sozialen, emotionalen, kommunikativen und fachlichen Bereich. Dies geschieht beispielsweise durch besondere Angebote im sportlichen, musischen und künstlerischen Bereich:
In Zusammenarbeit mit dem TV Ratingen gibt es Bewegungsspiele und Hockey. In der Tanzschule am Wall findet ein spezielles Programm nur für Jungen statt: "Dance for boys".
Weiterhin sind im Angebot ein regelmäßiges Fußballtraining, ein Theaterspielangebot mit kleineren Aufführungen sowie in Zusammenarbeit mit dem Stadtmuseum Ratingen ein Kunstprojekt, bei dem die Kinder verschiedene Künstler kennen lernen und eine eigene Ausstellung vorbereiten.
Während der Ferienzeiten bietet der Verein ein speziell an den Bedürfnissen der Kinder orientiertes Ferienprogramm an.

Im Bereich der individuellen Förderung von Schülerinnen und Schülern und der Hausaufgabenbegleitung arbeitet die OGS besonders eng mit dem Lehrpersonal zusammen. Dies geschieht durch Hospitation des OGS-Personals während des Unterrichts, gemeinsame Begleitung der Hausaufgaben und regelmäßigen Austausch insbesondere bei Kindern mit Defiziten/besonderen Begabungen und/oder mit Migrationshintergrund. Die Teilnahme der OGS-Leitung an Lehrerkonferenzen vertieft die Kommunikation.

Ein weiterer wichtiger Punkt der Zusammenarbeit ergibt sich verstärkt in Gewaltprävention und Mediation. In Form von gemeinsamen Gesprächen zwischen Schule, OGS, Eltern und, wenn notwendig Mitarbeitern des schulpsychologischen Dienstes, werden Konzepte in diesem Bereich erarbeitet und weiterentwickelt. Eine neue Form stellen aktive Streitschlichtungsgespräche unter Mitwirkung der OGS als Konsequenz für Schüler während der Hofpausen dar. Dies bezieht die  Entwicklung eines gemeinsamen Konzeptes zur Werteerziehung mit ein.

Gesundheitserziehung bildet einen weiteren Schwerpunkt im Bereich der OGS. Die Förderung der Körperwahrnehmung im Bereich Sport und Bewegung (s.o.) hat hierbei einen ebenso hohen Stellenwert wie gesunde Ernährung im Ganztagsbereich und Einhaltung der Hygiene, Fakten, die in Ferienprojekten und natürlich im Alltag kindgerecht vermittelt wurden und werden.
        
Über-Mittag-Betreuung
Unsere Über-Mittag-Betreuung findet an allen Schultagen zwischen 10.45 und 14.00 Uhr statt. Betreut werden zurzeit circa 20 Kinder. Sie stellt eine wichtige Ergänzung zur OGS dar und rundet das Betreuungsangebot an unserer Schule ab.

In einer kindgerechten Atmosphäre spielen die Kinder mit Schulkameraden und können ihre Hausaufgaben erledigen.
Im Vordergrund steht der Gedanke, dass alle Kinder sich wohl fühlen. Die Betreuerinnen haben immer ein offenes Ohr für die kleinen und großen Nöte der Kinder.

Das Angebot umfasst

  • Gesellschaftsspiele drinnen
  • Bewegungsspiele draußen
  • Kreativangebote
  • Lese- und Erzählzeiten
  • Höhepunkte und Feiern, z. B. feiern wir alle Geburtstage der Kinder


Leitgedanke

  • die ÜMB ist ein Ort der Entspannung
  • die wesentliche Aufgabe liegt in der Anleitung und Begleitung der Kinder
  • ein guter Kontakt zu Eltern und Lehrern ist selbstverständlich



Arbeitsgemeinschaften (AG-Angebote)
Arbeitsgemeinschaften bereichern den Schulalltag und geben jedem Kind die Möglichkeit ohne Leistungsdruck den eigenen Interessen, Fähigkeiten und Neigungen nachzugehen. Die Kinder können an ein bis zwei "Schnupperstunden" teilnehmen, erst danach ist die Anmeldung für die Dauer eines Schulhalbjahres verbindlich.
Unsere Schule bietet zahlreiche AGs im musischen, künstlerischen und sportlichen Bereich an verschiedenen Tagen an.

Folgende schulische AGs konnten in den letzten Jahren an unserer Schule angeboten werden:

  • Kunst (basteln, malen, werken)
  • Trommeln
  • Flöten
  • kreatives Tanzen
  • Yoga
  • Leichtathletik
  • Fußball
  • Schwimmen
  • Schach
  • Englisch



Zusätzlich gibt es noch eine außerschulische AG: 

    * Lauf-Treff

9. Förderung sozialer Kompetenzen / Gesunde Schule

Streitschlichtung
Grundsätze
Um den immer häufiger auftretenden Konflikten unter Schülern entgegenzuwirken und ihnen ein Instrumentarium an die Hand zu geben, wie mit Konflikten umgegangen werden kann, haben wir die Streitschlichterstunde und die Streitschlichterausbildung  eingeführt.
Streitschlichter als neutrale Dritte bringen die streitenden Parteien in ein Gespräch. Ihre Aufgabe ist es, dass sich beide Parteien sicher fühlen, dass Gesprächsregeln vereinbart und eingehalten werden, dass Vorwürfe unterbleiben. Dadurch, dass niemand Stellung bezieht und keine Freunde der Kontrahenten anwesend sind, verliert keiner das Gesicht. Die Beteiligten spüren, dass sie ernst genommen werden, dass ihnen zugehört wird und beteiligen sich aktiv an der Lösungsfindung bei der es weder Sieger noch Verlierer gibt.
Das Gehörte bleibt bei den Beteiligten, Schweigepflicht für alle ist oberstes Gebot!
Daraus resultieren folgende Ziele, die wir durch die Streitschlichtung erreichen wollen:

  • Konflikte konstruktiv aufarbeiten und gemeinsam bewältigen können
  • erkennen, dass ein Streit ein normales alltägliches Ereignis ist
  • verstehen, dass das "Wie" und die Lösung eines Streits erlernbar sind
  • Gesprächsregeln erlernen und einhalten können
  • aktives Zuhören
  • sich an Vereinbarungen halten können
  • selbstständig Lösungsvorschläge erarbeiten und umsetzen können

Streitschlichtungs-Einzelgespräche

  • nach Bedarf
  • Einladung zur Streitschlichterstunde
  • Vereinbarung (schriftlich)

Verlauf des Schlichtungsgesprächs mit einer Lehrerin oder der Sozialpädagogin:
Im Vorfeld:      

  • Terminvereinbarung, veranlasst durch eine Kollegin oder durch die Kontrahenten
  • Benachrichtigung der Eltern, dass Ihr Kind zur Streitschlichtung bestellt ist

 Das Gespräch:     

  • Sachverhalt klären und eigene Anteile am Konflikt finden
  • Lösungen suchen und Verständigung finden
  • Vereinbarung aufschreiben und unterschreiben
  • eventuellen Folgetermin vereinbaren


Streitschlichterausbildung

  • Es erfolgt eine siebenstündige Ausbildung (nach BZgA Achtsamkeit und Anerkennung).
  • Inhalte der Ausbildung sind:
    • Sammeln häufig vorkommender Konflikte
    • Zuhören üben
    • Gefühle im Streit erkennen
    • Regeln für Schlichter & Schlichtungsablauf
    • Lösungen finden
    • Dokumentation.


Streitschlichtungen durch Schüler/innen in den Pausen (nach der 7stündigen Ausbildung)

  • täglich in den Pausen (Streitschlichterplan hängt im Eingangsbereich)
  • Streitschlichter können im Foyer mit Kontrahenten arbeiten
  • Streitende werden durch aufsichtführende Lehrperson zu den Streitschlichtern geschickt


"Ad hoc"-Maßnahmen während der Pausen durch die Aufsicht
Wenn Schüler während der Pausen die Regeln grob verletzen, sich nicht an die Anweisungen der Aufsicht halten oder Mitschüler gefährden, erhalten sie eine Aufforderung, an einem Sozialtraining während der Pause am nächsten Tag teilzunehmen.

Anti-Aggressions-Training

  • Gruppe von 6 Schülern
  • regelmäßig (10mal)
  • Ort: Turnhalle
  • Ziele:    
    • Rücksicht aufeinander nehmen
    • Verständnis füreinander entwickeln
    • fair miteinander umgehen

(wird zurzeit nicht angeboten)

Bewegung in der Schule

Yoga-Unterricht
Drei Kolleginnen der Schule haben eine Zusatzausbildung für Erteilung von Yogaunterricht absolviert, der zum Teil im Sportunterricht oder Förderunterricht erteilt wird. Einzelne Elemente können auch zu kurzen Entspannungsübungen während der kognitiven Lernphasen genutzt werden.

Körperorientiertes Programm
Das körperorientierte Programm (KOP) will Kinder in ihrer motorischen, emotionalen, sozialen und kognitiven Entwicklung fördern. Zu diesem Zweck werden fortlaufend Methoden aus dem Yoga adaptiert, für die pädagogische Arbeit aufbereitet und in kindgerechte Trainingsmaßnahmen umgesetzt. Das KOP wurde von Frau Dr. Au-genstein entwickelt.  (www.zentrierungspaedagogik.de) .

  • Förderung motorischer und koordinativer Fähigkeiten
  • Entwicklung von Selbstvertrauen, gesunder Leistungsbereitschaft und Lebensfreude
  • Stärkung sozialer Kompetenzen
  • Entwicklung von Konzentrationskraft
  • Unterstützung von Lernprozessen durch körperorientierte Methoden


Bewegungspausen im Unterricht

  • regelmäßig, nach anstrengender Arbeitsphase
  • Schüler/innen können auch eigene Bewegungsgeschichten vorlesen
  • Bewegungsgeschichten werden mit Yogaübungen dargestellt

Tägliche gesamtmotorische Förderung
In der Eingangsstufe findet täglich vor oder nach der ersten Arbeitsphase klassenübergreifend mit der benachbarten Lerngruppe eine gesamtmotorische Förderung statt.
Bewegung ist ein integraler Bestandteil von Lernen. Die Bewegungszeit soll zum Abbau motorischer Unruhe beitragen, indem sie den natürlichen Bewegungsdrang der Kinder berücksichtigt. Durch die aktive Erholung werden Ermüdungserscheinungen der Kinder abgebaut und eine Reaktivierung der Aufmerksamkeit erreicht. Gleichzeitig wird dadurch eine Erhöhung der Konzentrationsfähigkeit für nachfolgende Arbeitsphasen erzielt.
Bewegungsspiele können sich positiv auf eine Verbesserung der allgemeinen Koordinationsfähigkeit (insbesondere der Feinmotorik) auswirken, da beispielsweise bei Bewegungsliedern Bewegung und verbale Äußerung parallel vollzogen werden und das Rhythmusgefühl der Kinder gefordert ist. Auch die akustische und optische Wahrnehmungsfähigkeit wird durch den Einsatz von Bewegungsspielen geschult.

Tägliche Bewegungszeit auf dem Schulhof
Unsere Schule besitzt einen weitläufigen Schulhof, der auf der Wiese Platz für verschiedene Ballspiele bietet, über eine vielfältige Kletter- und Schaukellandschaft verfügt, aber auch Ruhezonen bietet. Es wurden verschiedene Spielgeräte für die Pausen angeschafft, die die Kinder immer wieder gerne und sehr häufig nutzen. Je nach Stundenplan haben die Kinder bis zu zwei Hofpausen (9.45-10.00 Uhr und 11.30-11.45 Uhr), in denen sie draußen spielen können. Sollte es einmal leicht regnen, können die Kinder entweder mit geeigneter Regenkleidung draußen spielen oder sich im Trockenen unter unserer überdachten Pausenhalle aufhalten, um frische Luft zu tanken.

Gemeinsames Frühstück
Im Anschluss an die zweite Unterrichtsstunde und vor der Hofpause nehmen die Kinder täglich ein gemeinsames Frühstück in der Klasse ein. Dabei legen wir großen Wert darauf, dass die Kinder ein gesundes Frühstück mitbringen. Neben der Möglichkeit Mineralwasser zu trinken, das allen Kindern in den Klassen zur Verfügung steht, können verschiedene Milchgetränke bestellt werden.

Prävention

Theaterstück: Mein Körper gehört mir

  • einmalig im 3. bzw. 4. Schuljahr über einen Zeitraum von 3 Stunden
  • gegen sexuellen Missbrauch
  • Stärkung des Selbstbewusstseins
  • durchgeführt von der Theaterpädagogischen Werkstatt Osnabrück  (www.theaterpaed-werkstatt.de/kids/kinder_meinkoerper_wdn.htm )

Ein ähnliches Projekt für die Klassen 1 und 2 ist bereits geplant und von der Schulpflegschaft begrüßt worden.

WSD-Sicherheitstraining  (women selfdefence)
Freiwilliges kostenpflichtiges Kursangebot, das in regelmäßigen Abständen den Eltern angeboten wird. Der Kurs für die Kinder (auch Jungen) findet im Anschluss an den Unterricht statt.

Starke Eltern - starke Kinder  (Elternkurs zum Thema Erziehung)
Ebenfalls ein freiwilliges kostenpflichtiges Angebot für Eltern, welches 2007 an unserer Schule durchgeführt wurde. Die Kurse für Eltern wurden abends in der Schule angeboten.

Schulregeln
Jede funktionierende Gemeinschaft braucht Regeln für ein geordnetes Zusammenleben. Daher haben wir Regeln aufgestellt, die für uns alle Gültigkeit haben, denn wir möchten unser Zusammenleben so harmonisch wie möglich gestalten. Dazu gehört, dass wir uns alle an die getroffenen Vereinbarungen halten:

Wir Kinder an der Suitbertusschule wollen einen Lern- und Lebensraum haben, in dem wir uns wohl fühlen. Daher bemühen wir uns, folgende Regeln einzuhalten:

  1. Wir folgen den Anweisungen aller Lehrpersonen sofort.
  2. Wir achten unsere Mitschülerinnen und Mitschüler. Wir sind freundlich zueinander, helfen und vertragen uns. Wir wissen auch, dass man mit Worten verletzen kann und beschimpfen deswegen niemanden.
  3. Wir gehen so durch die Flure, dass wir keine anderen Kinder gefährden (ohne Drängeln, Rennen oder Schubsen...).
  4. Wir bringen keine Gegenstände mit in die Schule, die anderen Angst machen, sie gefährden oder verletzen können.
  5. Wir achten darauf, dass unser Schulgebäude sauber und ordentlich bleibt. Wir achten auf die Dekorationen, die Blumen und die Bilder. Die Jacken und Schuhe der anderen Kinder lassen wir an ihrem Platz.
  6. In den Fluren verhalten wir uns so, dass andere Klassen im Unterricht nicht gestört werden.
  7. Walkman, Discman etc. bleiben zu Hause. Handys dürfen nur für den Notfall im Tornister sein (ausgeschaltet).
  8. Wenn wir in der Klasse bleiben, arbeiten wir leise und ruhig auf unserem Platz.
  9. Nach der letzten Unterrichtsstunde stellen wir die Stühle hoch und drehen die Rollos nach oben.
  10. Mit Arbeitsmaterialien und fremdem Eigentum gehen wir sehr sorgfältig um.
  11. Wir halten uns an unsere Klassenregeln.
  12. Die Toiletten suchen wir nur dann auf, wenn wir es wirklich müssen. Selbstverständlich halten wir die Toiletten sauber.
  13. Die Toiletten im Schulgebäude dürfen nur während der Unterrichtszeit benutzt werden.
  14. Wir wissen, dass unsere Eltern benachrichtigt werden, wenn wir die getroffenen Vereinbarungen nicht einhalten.

Pausenregeln
Zweimal am Tag haben wir eine längere Pause, in der wir uns erholen und spielen wollen. Damit dies gelingt, ist es wichtig, dass wir gemeinsame Vereinbarungen treffen. Wir nehmen uns daher folgendes vor:
 

  1. Auf dem Weg von der Pause in die Klasse gehen wir ohne zu Drängeln in 2er-Reihen.
  2. Während der großen Pausen halten wir uns nicht in den Fluren, Eingängen oder hinter dem Schulgebäude auf.
  3. Bei Regenwetter dürfen wir nur mit Kopfbedeckung und wetterfester Kleidung draußen spielen. Ansonsten halten wir uns unter dem Dach oder in der Pausenhalle auf.
  4. Auf der großen Wiese dürfen wir Fußball spielen, sofern sie nicht gesperrt ist.
  5. Auf der kleinen Wiese dürfen wir nur Wurfspiele mit dem Ball machen.
  6. Wir dürfen nur auf dem Kletterbaum klettern. Dabei achten wir darauf, nichts zu beschädigen. Wir wissen, dass wir nie über Zäune klettern dürfen.
  7. Wir benutzen die Schaukel nach Plan und wechseln uns bei den Spielgeräten ab. In der zweiten Pause dürfen alle Kinder die Schaukel benutzen.
  8. Wenn wir in den Pausen die Hilfe von Lehrerinnen und Lehrern benötigen, sprechen wir diejenigen an, die Aufsicht haben. Nur sie können entschei-den, ob wir zum Lehrerzimmer gehen dürfen.
  9. Wir halten unseren Schulhof sauber, damit das Spielen dort auch richtig Spaß macht. Abfall werfen wir sofort in die Mülltonnen.
  10. Wenn es gegongt hat, stellen wir uns sofort in 2er-Reihen auf.
  11. Wir werfen nicht mit Gegenständen (Schneebälle, Obst, Stöcke …).

Klassenregeln
Jede Klasse hat ihre klasseninternen Regeln. Die folgenden Regeln sind allgemeingültig:

  • Wir gehen leise in 2er Reihen durch das Schulgebäude und drängeln nicht. So können andere Klassen ungestört lernen und wir vermeiden Unfälle.
  • Wir kommen pünktlich zum Unterricht.
  • Wir rufen nicht in die Klasse, sondern melden uns. So haben alle die Möglichkeit, etwas zu sagen.
  • Wir lassen andere ausreden. Wir möchten auch, dass man uns zuhört.
  • Streit und Ärger versuchen wir durch Gespräche zu regeln.

Die Maßnahmen bei Regelverstößen sind Kindern und Eltern bekannt.
Sie werden im schulinternen Anhang ausgewiesen.

10. Religiöse Erziehung

Als katholische Bekenntnisschule orientiert sich die Suitbertusschule an den Werten des christlichen Menschenbildes und erzieht nach den Grundsätzen des katholischen Bekenntnisses zu christlicher Wertehaltung. Hierzu leistet der Religionsunterricht einen wichtigen Beitrag, indem er den Schüler/innen den Weg des Christentums zur Beantwortung der Sinnfrage anbietet. Voraussetzung für eine Erziehung zu christlicher Wertehaltung ist, dass unsere Lehrerinnen und Lehrer erklärtermaßen an einer katholischen Grundschule unterrichten wollen und diesen Erziehungsauftrag bejahen.
Die Suitbertusschule besuchen nicht nur katholische Kinder, sondern auch Kinder anderer Konfessionen oder ohne Konfession. Alle Kinder nehmen in den Klassen 1 bis 4 am katholischen Religionsunterricht teil. Die wöchentlichen Schulgottesdienste werden von einem der Minoritenpatres der Suitbertuspfarrei gehalten. Zu bestimmten Anlässen gestalten die Kinder in Absprache mit dem Pater die Gottesdienste mit.
Der Verlust des religiösen Grundkonsenses ist heute bei vielen Kindern feststellbar. Grundkenntnisse des Glaubens, Verständnis für liturgische Abläufe, religiöse Symbole und Sprache fehlen vielfach. Hier neue Grundlagen zu legen, ist eine der Aufgaben der katholischen Bekenntnisschule. Dabei hilft es, religiöse Traditionen und christliche Ausdrucksformen zu ritualisieren. Die Teilnahme an religiösen Festen und religiösen Ausdrucksformen des Schullebens ist für alle Schüler/innen und Lehrer/innen verpflichtend.
Die Umsetzung dieser bekenntnisgebundenen Grundsätze konkretisiert sich in:

  • der engen Zusammenarbeit von Schule, Eltern und Pfarrei
  • den Kreuzen in allen Klassenräumen
  • dem gemeinsamen Morgenlob (Gebet, Gesang) der Klassen
  • der Teilnahme am kath. Religionsunterricht für alle Schüler/innen
  • dem regelmäßigen Kontakt eines Geistlichen mit den Kindern der Schule
  • dem 14-tägigen Schulgottesdienst der 3. und 4. Schuljahre
  • dem gemeinsamen Gottesdienst aller Kinder und Lehrer/innen zum Schul-jahresanfang und -ende sowie zu bestimmten Anlässen (Einschulungsfeier, Abschlussfeier)
  • gestalteten Gottesdiensten für alle Klassen zu besonderen Anlässen im Kirchenjahr
  • der Teilnahme von Schüler/innen an der Sternsingeraktion der Pfarrgemeinde
  • dem Besuch der Sternsinger in unserer Schule
  • der Einbeziehung kirchlicher Feste in den Unterricht
  • der Teilnahme der Schule am Martinzug
  • den Weihnachtsfeiern in den Klassen
  • der Übernahme von Patenschaften für Kinder der Dritten Welt
  • der Unterstützung von Obdachlosen unserer Stadt

 

11. Schulleben

Nicht nur der Unterricht, sondern das Schulleben insgesamt entscheidet darüber, ob die Grundschule die Kinder zu selbständigem, verantwortungsbewusstem Handeln befähigt. Ein reichhaltig gestaltetes Schulleben unterstützt die Verwirklichung des Erziehungsauftrags und erweitert die Formen und Möglichkeiten des Lernens in der Grundschule.

Feste und Feiern
Die Schule ist für die Kinder Lebens- und Erfahrungsraum, der ihr Denken und Handeln beeinflusst, in dem sie gegenseitige persönliche Zuwendung und offenen mitmenschlichen Umgang erfahren und vertrauensvolle Bindungen zu Mitschülern und Lehrern aufbauen lernen. Der gemeinsamen Planung und Durchführung von Festen und Feiern kommt hier eine besondere Rolle zu.
Feste und Feiern bereichern traditionsgemäß unser Schulleben. Sie stärken das Wir-Gefühl und die Zusammengehörigkeit und präsentieren die Schularbeit.
Die Aufgaben und Mithilfe bei den verschiedenen Festen und Feiern werden auf die einzelnen Klassenpflegschaften verteilt.

St. Martin
In einer Laternenausstellung können die gebastelten Laternen der Kinder in allen Klassenräumen bewundert werden. Die Klassenräume werden hierfür im Anschluss an den Unterricht von Eltern hergerichtet und geschmückt. Während der Laternenausstellung trifft sich die Schulgemeinde auf dem Schulhof am Martinsfeuer zum geselligen Zusammensein bei Glühwein, Kinderpunsch, Würstchen und Weckmännern. Am Feuer werden gemeinsam Martinslieder gesungen. Der Erlös des Festes ist zur Hälfte für ein Patenschaftsprojekt in Bolivien bestimmt.
Am Tag des Ratinger Martinszuges ziehen alle Klassen mit ihren selbst gebastelten Laternen mit.

Adventszeit / Weihnachtsfeiern
Das Foyer der Schule und alle Klassenräume werden adventlich geschmückt. In der Vorweihnachtszeit finden in den einzelnen Klassen unterschiedliche weihnachtliche Aktivitäten wie Klassenwanderungen, Schlagen eines Tannenbaumes für die Klasse, Weihnachtsfeiern und Theaterbesuche statt.

Sternsingeraktion
Kinder der Schule ziehen - begleitet von Lehrer/innen und Eltern - verkleidet als Könige durch die Pfarrgemeinde von Tür zu Tür, um den Menschen den Segen Gottes zu bringen. Zugleich bitten sie um eine Spende für Kinder der Dritten Welt und schreiben den Segenswunsch an die Tür.
Auch in der Schule ziehen die Sternsingergruppen von Klasse zu Klasse, bringen den Segen der Weisen und bitten um Spenden.

Karneval
Die Kinder kommen an einem der Karnevalstage verkleidet in die Schule und gestalten eine Karnevalsfeier in ihrer Klasse.

Schulfeste / Klassenfeste
In jedem zweiten Jahr findet ein großes Schulfest auf dem Schulhof statt. Die Planung und Durchführung wird gemeinsam von Eltern und Lehrern übernommen. Zusätzlich finden im Laufe eines Schuljahres in den Klassen Feiern statt: gemeinsames Grillen, Kartoffelfest, Piratenfest, Zirkusaufführung, gemeinsame Wanderungen ...

Im zweijährigen Wechsel mit dem Schulfest organisiert der Förderverein einen Flohmarkt für die Kinder auf dem Schulgelände.

Abschlussfeier
Zum Abschluss des Schuljahres werden die vierten Schuljahre zunächst in einem Wortgottesdienst und anschließend in einer Feier in der Schule mit Spiel und Gesang verabschiedet. Diese wird von allen Klassen gestaltet. Anschließend findet mit Eltern und Gästen ein kleiner Umtrunk auf dem Schulhof statt.
Zusätzliche klasseninterne Klassenfeiern werden von den jeweiligen Klassenpflegschaften einzeln oder gemeinsam organisiert.

12. Außerschulische Lernorte

Im Rahmen des Unterrichts ist es zur Verdeutlichung von Unterrichtsinhalten oder zur Schaffung eines guten sozialen Klimas wichtig, außerschulische Lernorte aufzusuchen.

Im ersten/zweiten Schuljahr soll im Rahmen des Verkehrsunterrichts die nähere Umgebung der Schule kennen gelernt werden. Zur Förderung der Sozialstruktur der Klassen bietet es sich an, einen Spielplatz zu besuchen. Für die Erstklässler steht der Besuch des Verkehrskaspers an.

Als weitere außerschulische Lernorte bieten sich an:

  • Bücherei im Medienzentrum
  • Feuerwehr
  • Duisburger Zoo
  • Sternwarte Hochdahl / Planetarium Bochum
  • Zirkus
  • Aaper Wald
  • Wildpark Grafenberg
  • Bauernhof (Felderhof)
  • Stadttheater Ratingen
  • Puppentheater Düsseldorf



Im dritten/vierten Schuljahr ist die mehrtägige Klassenfahrt in die Jugendherberge ein besonders wichtiger außerschulischer Lernort.
Im Rahmen des sachkundlichen Themas Unsere Stadt Ratingen betrachten wir die mittelalterliche Stadt Ratingen näher: Es wird eine Führung mit Besichtigung der mittelalterlichen Häuser, Türme und Stadtmauer durchgeführt. Auch besuchen wir im wieder die Stadtbücherei im Medienzentrum.
Weitere außerschulische Lernorte sind:

    * Neanderthalmuseum / Steinzeitwerkstatt
    * Museum Cromford
    * Puppenmuseum im Ratinger Stadtmuseum
    * Bauernhof Gut Zehnthof
    * Aquazoo Düsseldorf
    * Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf
    * Flughafen Düsseldorf
    * Fahrt nach Kaiserswerth
    * Museum Benrath
    * Wassermuseum Mülheim
    * Klärwerk
    * Bergbaumuseum Bochum
    * Schlössermuseum Velbert


Im Sportunterricht steht uns zum Schwimmen lernen das Angerbad zu Verfügung. Für den Bereich Leichtathletik gehen wir mit den Klassen in das Stadion am Stadionring, um dort Weitsprung, Weitwurf sowie den 50m- und den 800m-Lauf zu üben.

Regelmäßig besuchen die Kinder den Schulgottesdienst in der Suitbertuskirche.

Zur Radfahrausbildung im vierten Schuljahr gehört die Radfahrprüfstrecke, die sich in einem Teil des Schulbezirks befindet. Dort lernen die Kinder im Freiraum verkehrsgerecht mit dem Fahrrad zu fahren. Das Radfahrtraining und die Radfahrprüfung erfolgen in enger Zusammenarbeit mit der Polizei und den Eltern.
Die Bezirksdienstbeamten der örtlichen Polizei unterstützen uns intensiv durch Elternabende und im Verkehrserziehungsunterricht (vor allem im 1./2. Schuljahr).